Aufsichtsrat und Vorstand

Der Vorstand einer Genossenschaft wird vom Aufsichtsrat gewählt und auch abberufen. Verfügt die Genossenschaft über keinen Aufsichtsrat übernimmt diese Aufgabe die Generalversammlung. Der Vorstand verantwortet im Namen seiner Mitglieder die Geschäftsführung und ist somit für sein Handeln auch haftbar. Dies gilt insbesondere dann, wenn den Mitgliedern dadurch Nachteile entstehen. Ist der Vorstand nur ehrenamtlich tätig, kann dieser einen Geschäftsführer einberufen. Der Geschäftsführer berichtet dann regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat.
Gerade bei Wohnungsbaugenossenschaften empfiehlt sich diese Regelung.

Der Vorstand sollte seinen Aufsichtsrat mindestens vierteljährlich über die Geschäftslage informieren. Erfolgt diese nicht, trägt der Aufsichtsrat bei Versäumnissen eine Mitverantwortung. Darum sind grundsätzlich alle Sitzungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sind zu protokollieren und bei einer Prüfung der Genossenschaft vorzulegen.
Der Job als Vorstand und Aufsichtsrat ist nicht nur mit Prestige sondern häufig auch mit nicht unerheblichen Haftungsrisiken verbunden. Hier verweisen wir auf einen aktuellen Bericht der Genonachrichten, der sich kritisch mit der Fusionspolitik der Genossenschaftsbanken befasst.

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